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30.11.2013, 10:14 Uhr | FNP - Thorben Pehlemann Übersicht | Drucken
Die Lärm-Lösung bleibt aus

Die geplanten Maßnahmen der VGF in Niederursel sind altbekannt: Gleisbenetzungsanlagen sollen es richten Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) hält an ihren altbekannten Maßnahmen fest, um den U-Bahnlärm zwischen den Haltestellen Zeilweg und Niederursel zu minimieren. Warum, erklärten VGF-Vertreter dem Ortsbeirat 8 (Heddernheim, Niederursel, Nordweststadt).


Es war nicht unbedingt zu erwarten, aber es blieb ziemlich ruhig in der Bürgerfragestunde des Ortsbeirats 8 (Heddernheim, Niederursel, Nordweststadt) – schließlich wurde thematisch das anhaltende Kreischen und Zischen des U-Bahnverkehrs zwischen den Haltestellen Zeilweg und Niederursel verhandelt. Vertreter der VGF erklärten dort, wie sie die Lärmemissionen künftig senken wollen. Etwa ein Dutzend weiterhin verärgerte Anwohner und sachlich Interessierte waren gekommen, um ihrerseits auch unbequeme Fragen zu stellen. In vergangenen Bürgerfragestunden ging es dabei durchaus aufgeregt zu. Ortsvorsteher Klaus Nattrodt (CDU) war deshalb zunächst einmal froh, dass die Diskussion sachlich blieb, auch wenn er zuweilen das Einstellen von Zwischenrufen anmahnen musste. Über die Erkenntnisse des Abends sagte Nattrodt diplomatisch: „Wir sind auf dem Weg.“ Denn viel mehr Spielraum, der Hoffnungen auf eine baldige Lösung des Lärmproblems schüren würde, konnte die VGF nicht liefern.

Anlagen werden versetzt

Die geplanten Maßnahmen der VGF erscheinen nämlich altbekannt: Die Gleisbenetzungsanlagen sollen es richten. Diese bringen Schmierfett auf die Gleise auf und verringern so die Reibung zwischen Stahlrad und -gleis, welche das Kreischen verursacht. Sieben bereits eingesetzte Anlagen sollen allerdings modernisiert und zusätzlich zwei neue „mit moderner Technik“ installiert werden, erklärte Karsten Reichenbacher, Fachbereichsleiter Fahrweg der VGF. Sein Kollege Viktor Lutz konkretisierte, die Modernisierung sehe dabei ein neues „Konditionierungsmittel“ vor, ein fortentwickeltes Schmierfett also, sowie eine örtliche Versetzung der Anlagen. „Das richtige Mittel an der richtigen Stelle“, sagte Lutz.

Auf Höhe der Gießener Straße und an der Wendeanlage auf dem Riedberg habe dies eine deutliche Reduzierung des Kreischens gebracht. Die Benetzungsanlage am Krautgartenweg (stadtauswärts) wird deswegen um etwa 20 Meter nach vorne versetzt und modernisiert. Momentan befinde sich diese Maßnahme im Genehmigungsverfahren durch Aufsichtsbehörden, was die Umsetzung ein halbes Jahr dauern lassen könne, so Lutz. Als nächste würden die Anlagen auf Höhe des Hundertwasser-Kindergartens und des Heddernheimer Gleisdreiecks umgebaut.

Anwohner enttäuscht

Weil keine anderen Maßnahmen zur Lärmbeseitigung von der VGF in Betracht gezogen werden, äußerte sich Christian Jurasz-Kischka, wohnhaft im Krautgartenweg und Betreiber der Website „Frankfurt gegen Lärm“, „gigantisch enttäuscht“: „Es verändert sich nichts, die Informationen kommen nur schleppend“, sagte er. Seine Nachbarin Petra Dieler empfand die VGF-Darstellung daher „unerträglich“ und meinte: „Wir werden seit drei Jahren hingehalten. Man kann draußen nicht telefonieren, so laut ist es.“ Und Heinz Wuchner, ebenfalls aus dem Krautgartenweg, spottete: „Vor lauter Quietschen hört man bald kein Zischen mehr.“

Helga Diehl (SPD) erfragte daher die VGF-Erfahrungen zweier Erkenntnisse aus einer Studie des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), die gleichsam gegen Kreischen und Zischen helfen: Radbeschichtung mit Polyuretan und Wasserbefeuchtung der Gleise.

Die Radbeschichtung mit Polyuretan, erklärte Sigmund Wiechert, Fachbereichsleiter Fahrzeuge, sei derzeit noch „in der Experimentierphase“. Und die Wasserbefeuchtung sei bei Frost nicht durchführbar, wolle man Rücksicht auf die Natur nehmen, weil quasi Scheibenwischeranlagen gebraucht würden, antwortete Karten Reichenbacher. Die benötigte Wassermenge überfordere zudem die Behälter in den Schmieranlagen. Viktor Lutz erklärte sich daher als „dankbar für jede technische Lösung“. Kollege Wiechert sagte: „Die Ideallösung gibt es momentan nicht.“ 


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