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12.08.2013, 21:13 Uhr | FNP Übersicht | Drucken
Endlich ist die Zelle da

 Niederursel bekommt einen neuen Bücherschrank: Die rote Telefonzelle, importiert aus Großbritannien, wird auf dem Gehweg, direkt vor der Feuerwehr am Weißkirchener Weg 69, positioniert.


Foto FNP Frankfurter Neue Presse
 
Frankfurt Niederursel -  Kaum zu glauben aber wahr - bereits im Oktober soll die langersehnte rote Bücherzelle der neue Blickfang in Niederursel sein. Nach zweijähriger Diskussion ist das gute Stück mittlerweile in Frankfurt angekommen und soll schon bald vor der Feuerwehr aufgestellt werden.
Niederursel

"Ja, die Telefonzelle ist da!" Die Erleichterung war in der Stimme von Ortsvorsteher Klaus Nattrodt (CDU) nicht zu überhören, als er die frohe Botschaft verkündete. Kein Wunder, kämpfte doch das Stadtteilparlament zwei Jahre lang für die rote Zelle von der Insel, die in Niederursel zum Bücherschrank umfunktioniert werden soll. Lange sträubte sich die Stadt gegen das Vorhaben des Ortsbeirates 8 (Heddernheim, Niederursel, Nordweststadt), gab jedoch letztlich nach. Die Originaltelefonzelle wurde bestellt und erreichte vor vier Wochen Frankfurt. Wenn sie Anfang Oktober dann endlich steht, ist sie die erste englische Bücherzelle im Stadtgebiet.

 

Ewiges hin und her

 

Der Weg für den außergewöhnlichen Bücherschrank wurde bereits im August 2011 geebnet. Damals entschieden sich die sechs Parteien im Ortsbeirat einstimmig gegen den Klassiker von Architekt Hans-Jürgen Greve und einstimmig für das britische Modell. 5000 Euro wurden dafür aus dem Budget locker gemacht. Statt die Bücherzelle jedoch zu bestellen, entwickelte sich ein einjähriges Hickhack. Erst wurde der Wunsch des Ortsbeirates wegen hoher Folgekosten abgelehnt, wenige Tage später berief man sich auf einen internen Kommunikationsfehler, überließ dem Ortsbeirat die Entscheidung. Erst ein halbes Jahr später gab das Verkehrsdezernat grünes Licht: Die Bücherzelle konnte kommen.

"Unglaublich, dass eine einfache Telefonzelle für solch ein Aufsehen sorgt", kann Klaus Nattrodt rückblickend nur noch mit dem Kopf schütteln. Jetzt habe man allerdings endlich die Zelle und zwar "keine nachgemachte aus Plastik", sondern eine echte englische Telefonbox. Die Gesamtkosten lägen allerdings deutlich über 5000 Euro. In der ersten Sitzung des Stadtteilparlaments nach der Sommerpause am 29. Augustwerde man den Zuschuss verdoppeln. Den werde man aber wohl nicht ausreizen müssen.

 

Zelle wird zum Schrank

 

Wird man wohl doch. Zumindest fast. Denn die Telefonzelle kostet exakt 9600 Euro. Inklusive Innenausbau, Transport und dem 70 mal 70 Zentimeter großen Fundament, das erst noch gegossen werden muss. "Der Preis für die nackte Zelle beträgt 4300 Euro", sagt Gabriele Dehmer vom Straßenbauamt. Zunächst wurde die Zelle entkernt und in einen verkehrssicheren Zustand gebracht. Derzeit liefen die letzten Arbeiten im Inneren, schließlich soll die Telefonzelle ja ein Bücherschrank werden. Ist das Fundament fertig, soll die Zelle Anfang Oktober aufgebaut werden.

Über den lange diskutierten Standort herrscht mittlerweile Einigkeit zwischen Stadt und Ortsbeirat. Auf dem "ausreichend breiten" Gehweg vor der Feuerwehr soll das Prunkstück künftig stehen. Exakt zwischen Rechtsabbieger-Schild und Hecke. Den zunächst geplanten Platz auf der Verkehrsinsel in der Mitte des Weißkirchener Wegs war laut Dehmer "einfach zu gefährlich".

Ob der neue Bücherschrank durch seine Außergewöhnlichkeit anfälliger für Vandalen ist? Dazu konnte Dehmer nichts sagen. Ihr seien ohnehin nur wenige Fälle bekannt. So habe mal jemand all seine Energie in den Bücherschrank auf dem Merianplatz investiert und umgestoßen. Auch in Bockenheim habe es mal einen ähnlichen Fall gegeben.

Stefan Schmidt, Wehrführer der Feuerwehr Niederursel, freut sich auf die feuerrote Zelle, sieht aber durch den Standort Schwierigkeiten für die Kerb. "Dort wo die Zelle aufgebaut wird, steht seit einigen Jahren ein Stand mit einem Pfeilwurfspiel. Da müssen wir uns eine Alternative einfallen lassen", sagt Schmidt und hofft, dass die Arbeiten für das Fundament erst nach der Kerb beginnen werden. Der Stand könne ja auch auf die Verkehrsinsel "umziehen", dort sei nach dem Abbau der Container ja jetzt ausreichend Platz. 



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